B-Junioren-Westfalenpokal, Viertelfinale

Ein Erler machte ein Riesenspiel gegen den BVB

Erles Sportlicher Leiter Rafael Kus war mit der Leistung der Erler U17 zufrieden. (Foto: Joachim Gill)
Erles Sportlicher Leiter Rafael Kus war mit der Leistung der Erler U17 zufrieden. (Foto: Joachim Gill)

B-Junioren-Westfalenpokal, Viertelfinale

Erler SV 08 U17Borussia Dortmund U17 0:6 (0:1)

Spieltermin: Mittwoch, 15. April 2026, um 18.30 Uhr

 

Rafael Kus hinterließ nach dem Abpfiff einen gefassten Eindruck. „Ein 0:6 liest sich natürlich heftig, aber wer das Spiel gesehen hat, weiß: Die erste Halbzeit war richtig stark von uns“, sagte der Sportliche Leiter nach der 0:6-Niederlage der Erler U17 gegen ihre gleichaltrigen Kollegen von Borussia Dortmund. „Wir haben mutig verteidigt, waren griffig in den Zweikämpfen und haben Dortmund mit unserem Pressing sogar ein paar Mal ins Wanken gebracht.“

Der BVB versuchte konsequent, das Spiel von hinten aufzubauen, ein Risiko, das der Erler Underdog zu nutzen wusste. „Das hat uns in die Karten gespielt. Unsere Jungs waren wach, haben viele Bälle erobert und sich ein, zwei ordentliche Abschlüsse erarbeitet“, so Rafael Kus. „Man hat gemerkt, dass wir ihnen das Leben schwer machen wollten.“

Ein besonderer Lichtblick war Erles Torhüter Joshua Sakowski, den Rafael Kus mehrfach hervorhob: „Er hat uns in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten. Drei, vier richtig starke Paraden, ohne ihn wäre das 0:1 zur Pause kaum zu halten gewesen. Der Junge hat ein überragendes Spiel gemacht.“

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch innerhalb weniger Minuten. „Dortmund hat dann frische Kräfte aus der ersten Reihe gebracht, und da sieht man einfach die individuelle Qualität. Wir sind in dieser Phase eingebrochen, und gegen so eine Mannschaft wird das sofort bestraft.“

Trotz der deutlichen Niederlage bleibt der Abend in positiver Erinnerung. „Rund 300 Zuschauer, richtig gute Stimmung, das war ein echtes Highlight für unsere Jungs“, erzählte Rafael Kus. „Auch einige BVB-Fans waren da, teils mit Trikots, teils mit Ultra-Klamotten. Aber alles friedlich, alles entspannt. Für unsere Spieler war das ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen.“

Sportlich überwiegt bei Rafael Kus der Realismus, aber auch der Stolz: „Natürlich hätten wir gerne selbst das Halbfinale erreicht, aber wir haben es verpasst. Die Mannschaft hat alles reingeworfen. Und die Teams, die jetzt weiter sind, haben sich das absolut verdient. Für uns bleibt es trotzdem ein besonderer Abend.“

Im Halbfinale trifft Borussia Dortmund auf Arminia Bielefeld.

Tore: 0:1 (17.), 0:2 (46.), 0:3 (48.), 0:4 (52.), 0:5 (53.), 0:6 (59.).